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Geschmacksprofile nach Herkunftsländern

typische, weit verbreitete oder im Idealfall. (nach James Hoffmann, Der Kaffee Atlas)

Afrika

– Burundi
gute Kaffees haben komplexe Beerenfrucht im Geschmack und sind saftig.

– Äthiopien
große Bandbreite von Zitrus und Bergamotte (Sidamo, Yrgacheffe), bis blumig, kandierten Früchten oder Tropenfrüchten (Harrar, Djimma, Bebeka, Lekempti). Gewaschene Kaffees sind elegant, komplex und köstlich.
Trocken aufbereite Kaffees sind oft wildfruchtig und herrlich ausgefallen.

– Kenia
klare, komplexe Beeren- und Fruchtaromen süße und intensive Säuren.

– Ruanda
fruchtig und frisch im Geschmack nach roten Äpfeln und roten Weintrauben, Beeren- und Blumennuancen.

Asien

– Indien
schwer, cremig, säurearm im Geschmack, selten komplex.

– Indonesien
meist halbtrocken aufbereitet, körperreich, erdig, holzig, würzig, wenig Säure.

– Papua Neuguinea
die Besten haben einen buttrigen Charakter, süß und sehr komplex.

– Vietnam
wenig Qualitätskaffee vorhanden, flach und holzig, Mangel an Süße.

– Jemen
einzigartig in der Welt, wild, komplex, scharf. Manche lehnen den wilden, leicht vergorenen Geschmack ab, andere lieben ihn über alles.

Amerika

– Brasilien
wenig Säure, viel Körper, süß, Schokoladen- und Nussnoten.

– Kolumbien
große Bandbreite an Geschmacksprofilen, von schweren schokoladigen bis Marmelade, süßen und fruchtigen Geschmäckern.

– Costa Rica
sehr sauber, süß, eher wenig Körper. In letzter Zeit hat sich aufgrund zahlreicher Kleinstmühlen die Bandbreite erhöht.

– Cuba
typisches Inselaroma, säurearm und körperreich.

– Dominikanische Republik
typisches Inselaroma, mild, relativ sauber und säurearm.

– Ecuador
baut sein Potenzial gerade aus, süße, komplexe Geschmäcker mit angenehmer Säure.

– Galapagos
wie auf Hawaii findet man häufig die Varietät Typica und ähnlich niedrige Anbauhöhen, bei besonderen klimatischen Bedingungen, die den Kaffeeanbau begünstigen. Abgesehen vom mineralreichen Untergrund vulkanischen Ursprungs.

– Honduras
breites Geschmacksspektrum, komplexe Frucht, lebendige, saftige Säure.

– Hawaii
weniger Säure, mehr Körper, zugänglich, aber selten komplex und fruchtig.

– Nicaragua
zahlreiche Geschmacksnuancen, angenehme Fruchtnoten, saubere Säure.

– Peru
sauber, weich, etwas flach, süß, körperreich. Jedoch findet man zunehmend charaktervolle, saftigere Varianten.